Cécile Plaisance (*1949) zählt zu den international bekannten zeitgenössischen Fotokünstlerinnen, deren Arbeiten sich zwischen Fotografie, Inszenierung und Popästhetik bewegen. In ihren ikonischen Bildserien verbindet sie den weiblichen Körper mit Motiven aus der Konsum- und Alltagskultur und hinterfragt dabei spielerisch die Mechanismen von Schönheit, Begehren und medialer Darstellung.
Charakteristisch für Plaisances Arbeiten ist die Verbindung fotografischer Inszenierung mit Lentikular- und 3D-Techniken. Durch die Bewegung des Betrachters verändert sich das Bild und gibt unterschiedliche Ebenen der Darstellung frei. Vertraute Motive erscheinen dadurch zugleich verführerisch, humorvoll und irritierend.
Plaisance arbeitet bewusst mit den Codes der Popkultur und der Werbeästhetik. Ihre Kunstwerke bewegen sich zwischen Glamour und Ironie und thematisieren dabei die Art und Weise, wie der weibliche Körper in unserer visuellen Kultur betrachtet und inszeniert wird. Gerade die scheinbare Leichtigkeit ihrer Bilder eröffnet eine zweite Ebene: Hinter der farbenreichen, sinnlichen Oberfläche steht die Frage nach Blick, Identität und gesellschaftlicher Wahrnehmung.