Andrei Krioukov

Im Zentrum des Schaffens von Andrei Krioukov (*1959, Moskau) stehen scheinbar alltägliche Gegenstände – zerdrückte Getränkedosen, Verpackungen oder Einwegprodukte –, die Krioukov mit beeindruckender Präzision in Öl oder als Grafiken festhält. Durch seine detailreiche, nahezu fotorealistische Malweise werden diese Objekte aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und zu eigenständigen Bildmotiven. Der Künstler bezeichnet diese von ihm entwickelte Bildsprache als „Einwegrealismus“ – eine Auseinandersetzung mit Konsum, Vergänglichkeit und dem Wert alltäglicher Dinge.
Seine Kunstwerke stehen in der Tradition des Fotorealismus und greifen zugleich Fragestellungen der Pop Art auf. Während Künstler wie Andy Warhol oder Claes Oldenburg Konsumgüter zu Ikonen der Massenkultur erhoben, richtet Krioukov den Blick auf deren Lebenszyklus: Nicht das makellose Produkt, sondern das benutzte, verformte und weggeworfene Objekt wird zum Bildträger. So entstehen Arbeiten, die technische Virtuosität mit einer subtilen Reflexion über Konsumgesellschaft, Nachhaltigkeit und Vergänglichkeit verbinden.

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