Bianka Yetgin lebt und arbeitet in Karlsruhe. Geboren in der Nähe von Berlin, widmet sie sich seit vielen Jahren der Entwicklung einer eigenständigen abstrakten Bildsprache, in der Farbe, Materialität und Haptik eine zentrale Rolle einnehmen.
Im Mittelpunkt ihres Schaffens stehen die Themen Wandel, Identität und die Spannung zwischen Erscheinung und Wirklichkeit. Dabei versteht Yetgin ihre Kunstwerke nicht als gegenständliche Darstellungen, sondern als intuitive Kompositionen, in denen Farbe zum eigentlichen Träger von Emotion und Atmosphäre wird. Ihre Arbeiten entstehen in einem offenen Prozess, der von der Wechselwirkung zwischen Pigmenten, Struktur, Bewegung und Material geprägt ist.
Yetgins Kunstwerke entstehen in einem intuitiven Arbeitsprozess, bei dem Pigmente, Acryl, Öl und Epoxidharz Schicht für Schicht miteinander in Dialog treten. Die Wechselwirkung von Struktur, Transparenz und Licht erzeugt Oberflächen mit außergewöhnlicher räumlicher Tiefe. Bewusst reduziert sie gegenständliche Elemente zugunsten einer offenen Bildsprache, die den Betrachter zur eigenen Wahrnehmung und Interpretation einlädt. Dabei versteht sie ihre Kunst als einen fortwährenden Prozess des Suchens und Weiterentwickelns – jedes Kunstwerk ist Teil einer kontinuierlichen künstlerischen Auseinandersetzung.
Mit Werkserien wie Behind the Scenes, Diversity und Elements untersucht Yetgin die Ausdrucksmöglichkeiten von Farbe, Material und Bewegung. Charakteristisch sind ihre leuchtenden Farbräume, die Verbindung organischer Strukturen mit klaren Kompositionen sowie die besondere Lichtwirkung ihrer tiefdimensionalen Oberflächen.
Für Yetgin ist Kunst ein fortwährender Prozess der Entwicklung. Jedes Kunstwerk versteht sie als Moment einer künstlerischen Reise, auf der Intuition, Experiment und das Zusammenspiel von Farbe und Material zu einer unverwechselbaren Bildsprache verschmelzen. Ihre Arbeiten werden international von Galerien präsentiert und befinden sich in privaten Sammlungen in Europa und den USA.
„Mich fasziniert der Prozess – nicht das Ziel. Jede Arbeit ist ein Dialog, ein Eintauchen in das, was entstehen will. Nichts würde mich mehr langweilen, als künstlerisch angekommen zu sein.“